Ja das leben eines Studenten ist schon wirklich hart. Man muss morgens früh aufstehen, meistens so um die 7:30 Uhr und Schluss hat man dann irgendwann gegen Abend, manchmal auch mittags oder früher und dazwischen ab und zu lange Pausen, die einem so richtig zeigen wie anstrengend es ist an der Uni zu sein.
Ich immerhin komme dieses Semester auf sage und schreibe 19,5 Stunden pro Woche an reiner Vorlesungs- und Übungszeit durchschnittlich. Aber das ist ja noch nicht alles. Nein man muss auch noch 3 bis 4 Übungszettel pro Woche durcharbeiten und sicherstellen, dass man auch mindestens 50% dieser auch richtig hat. Dies ist ein Teil der definitiv viel Zeit erfordert. Als Beispiel kann man hier letzte Woche heranziehen:
Am Dienstag musste der 6. Übungszettel in LADS II (Lineare Algebra und Diskrete Strukturen II) abgegeben werden. Das es am Montag schon den 7. Übungszettel gab möchte ich hier mal rausnehmen, denn als guter Student arbeitet man immer nur das ab was gerade anliegt. Folglicherweise wurde der LADS II Zettel am Montag in einer kleinen Gruppe bearbeitet, dies hat circa 2 Stunden gedauert, da es mal ein sehr kurzer Zettel war. Das Thema war auch nicht so kompliziert, da es sich lediglich um Graphentheorie handelte (Was nicht bedeutet dass wir den Zettel zu unser vollen Zufriedenheit bearbeiten konnten) Als nächstes Stand dann die Abgabe des AuD (Algorithmen und Datenstrukturen) Zettels Nummer 5 auf dem Plan. Hier ging es hauptsächlich um Baumstrukturen und das entwickeln einer Löschroutinen in Java zum um Elementen aus einem AVL-Baum zu entfernen. Da hier, wie jedem bekannt sein sollte, besonders auf die Ausgeglichenheit der Äste geachtet werden muss und die Balancefaktoren des Baumes korrekt berechnet werden müssen um eine Rotation entsprechend richtig einzuleiten, ist dies nicht so einfach zu erreichen. Insgesamt habe ich sowohl Dienstag und Mittwoch an diesem Problem gesessen und wahrscheinlich etwa 4 Stunden an dem Problem gesessen. Man hätte es sicherlich auch schneller erledigen können, aber man muss sich auch erstmal durch den gegebenen Quellcode arbeiten, was viel Zeit kosten kann. Insgesamt war es aber eine nicht so schwere Aufgabe, weswegen es eben nur 4 Stunden waren. Als drittes Fach galt es in Technischer Informatik bis Freitag einen Moore Automaten zu Minimieren und die Schaltfunktionen zu erstellen und einen entsprechenden Automaten aus einem Beschreibungstext grafisch zu erstellen. Dies war dann doch ein anspruchsvolleres Aufgabenblatt und hat dementsprechend auch ein bisschen Zeit gekostet bis man sich da durchgearbeitet hatte und alles aus den Vorlesungen soweit nachgearbeitet hat, dass man die Aufgabe entsprechend lösen konnte. Insgesamt hat dies ebenfalls circa 4 Stunden gedauert bis dieser Zettel als erledigt gelten konnte.
Hinzu kam dann noch diese Woche ein Zettel für Software-Ergonomie bei dem man auf bis zu 2 Seiten Text die Ansprüche eines Anwendungssystems darlegen sollte, damit dieses eine Beanspruchung über einen längeren Nutzungszeitraum erreicht. Diese Ausarbeitung hat auch noch mal circa 2 Stunden Zeit in Anspruch genommen. So kommt man dann insgesamt auf 31,5 Stunden die Woche die man minimal Investieren muss. Nacharbeiten von Vorlesungen und freiwillige Übungszettel sind hier noch gar nicht weiter eingerechnet und gerade auch in LADS II sind 2 Stunden wirklich sehr wenig Bearbeitungszeitraum, ich habe dieses Semester auch schon 10 Stunden alleine an einem LADS Übungszettel gesessen und diesen in der Zeit trotzdem nicht vollständig lösen können.
Aber man ist ja selber Schuld, wenn man sich Informatik als Studienfach auswählt. Hätte man irgendein Geisteswisschenschaftliches Fach gewählt (Vorsicht absolutes Vorurteil

), dann hätte man es viel einfacher.