Am 16.06.2010 war einer der größten Demonstrationen seit Jahrzehnten in Kiel. Circa 14.000 Menschen haben gegen die Regierung und damit gegen dessen Sparprogramm demonstriert. Dabei war es eine sehr heterogene Gruppe. Viele Lübecker, auch ich, sind gegen die Abwicklung des medizinischen Studiengangs in Lübeck auf die Straße gegangen. Denn wer die Uni Lübeck kennt und auch ihre Geschichte weiß das es ohne die Medizin und mit einer privatisierten
Uni Klinik auch keine Zukunft für den Rest der Uni geben wird.
Weiter waren auch viele Flensburger Studenten dabei auch Kieler. Die Flensburger sind natürlich wegen der geplanten Rückstufung der Universität Flensburg zur pädagogischen Hochschule verärgert, während die Kieler studierenden eine Verschlechterung der Lehre sehen, wenn plötzlich all die wegfallenden Studienplätze von der Kieler Uni bedient werden müssen und das zum selben Geld. Aber alle gemeinsam verband, dass sich die Universitäten nicht gegeneinander ausspielen lassen werden. Die Demo war vielleicht kein Wendepunkt in der Politik der Schleswigholsteinischen Bauerregierung, aber sie war ein Zeichen dass dieser undemokratische Entschiedene Sparplan, bei dem die Abgeordneten lediglich nur noch pseudo- zustimmen sollen von einem Großteil der studierenden nicht einfach hingenommen wird.
Der Kampf der Uni Lübeck selber geht nun schon in die 6. Woche. Es gibt fast keinen Tag an dem nicht mit irgendeiner Aktion für den Erhalt der Uni, so wie sie jetzt ist, geworben wird.
Heute ist hoffentlich ein weiter großer Schritt in die richtige Richtung. Denn heute um 18.30 Uhr wird es eine Podiumsdiskussion in der St. Petri Kirche geben. Anwesend werden als Führsprecher für die Universität der Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe, die AStA-Chefin Linda Krause und der Präsident der Uni Prof. Peter Dominiak und als Gegensprecher Wissenschaftsminister Jost de Jager und Wolfgang Kubicki anwesend sein. Um 18 Uhr geht dann auch der Sternmarsch auf die St. Petri Kirche von 4 verschiedenen Richtungen aus. Die Hoffnungen dass diese Demonstration dann noch größer wird als die in Kiel sind groß, denn es ist ein Heimspiel und sehr viele der Lübecker Bürger haben sich längst für die Universität ausgesprochen.
Die Aktionen können fast alle auf der Seite
Lübeck kämpft nachgelesen werden und sind auch sehr Interessant.
Zum Abschluss noch ein paar Bilder von der Kieler Demonstration:
Der Startpunkt alle Lübecker Demonstration in der nähe des Hauptbahnhofs.
Die Kieler und Flensburger Demonstranten treffen auf die Lübecker.
Der gemeinsame Protestzug erreicht den Landtag.
Alle weiteren Bilder findet man im Album
Demonstration in Kiel.