
Das Buch
Weltengänger von Sergej Lukianenko, demselben Autor wie die Wächter Quatrologie, sowie dem Buch
Spektrum, geht um den russen
Kirill Maximov dem einfach unglaubliches passiert.
Kirill der gerade von seiner Arbeit nach Hause kommt findet plötzlich eine ganz andere Person in seiner Wohnung vor und dazu ist diese Wohnung auch noch vollkommen umdekoriert. Im Laufe der folgenden Stunden und einem ergebnislosen Gespräch mit der Miliz fangen plötzlich alle Menschen um ihn herum an ihn vollkommen zu vergessen. Erst die ihm weniger bekannten Menschen, dann die die ihm auch näher stehen. Auch sämtliche seiner Unterlagen fangen an sich von selbst zu zerstören oder auf eine andere Person umzuschreiben.
In seiner Verzweiflung geht er zu einem seiner besten Freunde und unterhält sich mit ihm. Dabei stellen sie fest wie weit fortgeschritten das Vergessen schon ist, da am nächsten Morgen
Kirills Freund ihn nicht mehr kennt und nur über eine Notiz auf dem Computer daran wieder erinnert wird.
Letzten Endes haben ihn alle Vergessen und er weiß nicht wohin er nun gehen soll. Da bekommt er einen mysteriösen Anruf der ich zu einem Turm leitet, indem er die Nacht dann verbringt. Am nächsten Morgen wacht er in diesem Turm wieder auf, doch der hat sich enorm verändert und sich seinen Bedürfnissen angepasst. Außerdem geht nun eine zweite Tür nach außen. Wie er aber schnell feststellt geht diese nicht in das Moskau, wie die andere Tür sondern in eine Art Parallelwelt und es sind noch drei weitere verschlossene Türen übrig.
In recht kurzer Zeit werden ihm einige dieser Dinge erklärt, nämlich das er ein Funktional ist, eine Person die in einem alles perfekt macht. Er hat eine Aufgabe als
Zöllner zwischen den Welten bekommen. Aber irgendwas ist faul.
Das Buch
Weltengänger ist eine weitere geniale Idee von dem russischen Autor Sergej Lukianenko. Zwar sind die Ideen im Grunde nicht neu und auch die Idee mit dem Tor zu anderen Welten kennt man schon zu genüge auch aus dem Buch
Spektrum. Nicht desto trotz werden die Ideen hier ganz neu zusammengewürfelt und zu einem spannenden und überraschenden Fantasy Roman der Moderne mit vielen unerwartenden Wendungen. Für alle die schon andere Bücher von Sergej Lukianenko gelesen haben werden einige Passagen besonders auffallen, indem gewisse Handlungen aus den anderen Büchern hier als komische Situationen und mit viel Ironie betrachtet werden. Vor allem auch ein Gespräch mit einem fiktiven Fantasyautor im Buch selber wird zu einem sehr erheiternden Moment im Buch. Das einzige was hier wirklich im Buch auffällt ist, das es an einigen Stellen ziemliche rassistische Äußerungen gibt und man nur hoffen kann, dass der Autor nicht hinter solchen fiktiven Aussagen steht. Allerdings halte ich es auch für Möglich dass durch die Übersetzung ins deutsche diese Aussagen negativer wirken als im Original.
Jedenfalls ist dieses Buch nur zu empfehlen und auch die Tatsache dass es eine Vorsetzung geben wird macht dem Buch keinen Abbruch, da die Geschichte in sich selbst abgeschlossen ist. Einziges Manko ist der Preis für dieses Buch, das zwar auf eine hohe Seitenzahl kommt, aber nur wegen wirklich der riesigen Schrift. Hätte man eine vernünftige Schriftgröße gewählt würde das Buch wahrscheinlich ganze 200 Seiten kürzer sein, aber sie hätten dann wahrscheinlich auch nicht den hohen Preis verlangen können.