Nach dem ich das Buch
Harded boiled Wonderland und das Ende der Welt gelesen habe musste ich einfach ein weiteres Buch von
Haruki Murakami lesen.
Auf Empfehlung habe ich mir dann dieses Buch,
Mister Aufziehvogel vorgenommen.

Das Leben von Toru Okada und seiner Frau Kumiko ist bescheiden. Sie leben in einer kleinen Wohnung am Stadtrand und leben so größtenteils in ihrer eigenen bescheidenden Welt.
Mit ihren beiden Familien haben sie nicht mehr viel zu tun, besonders mit der Familie von Kumiko tun es sich beide schwer, denn sie sind einflussreich und waren eigentlich gegen eine Ehe.
Aber dann kommt es zu einigen Veränderungen, erst kündigt Toru seinen Job und dann verlässt seinen Frau Kumiko ihn ohne ein Wort darüber zu verlieren, denn sie kommt einfach an dem einen Tag nicht wieder.
In einem Brief kündigt sie ihm später an, das sie ihn betrogen hätte und das sie sich nicht mehr in der Lage fühlen würde mit ihm zusammen zu leben, auch schreibt sie weiter das sie ihn nie wieder sehen möchte und überhaupt keinen Kontakt mehr zu ihm wünscht. Er solle sie vollständig vergessen und sein Leben weiterleben.
Er gibt aber nicht auf und versucht Kumiko wieder zurück zu holen. Dabei gerät er in einen Kreis von verschiedenen sonderlichen Personen und muss sowohl körperlich als auch geistlich um seine Frau kämpfen. Dabei gerät er an Geschichten aus der Gegenwart und der Vergangenheit und lernt viel über die Unausweichlichkeit des Schicksals kennen und gerät am Ende in einen Strudel in dem er unausweichlich seine ganze Lebenskraft verbrauchen könnte.
Das Buch selber ist wirklich genial, es handelt von den Problemen einfacher Menschen und einer uns unbekannten Welt, die Welt des Geistes und der Seele. Auf sehr westliche Weiße wird hier die Geschichte von Toru Okada erzählt, der im Gegensatz zur typischen japanischen Tradition alleine mit seiner Frau wohnt und die Familie oder auch das Umfeld wenig Beachtung geschenkt wird. Es werden viele heikle Themen angesprochen, von den Gräueltaten der japanischen Armee im zweiten Weltkrieg und vieles mehr. Das Buch
Mister Aufziehvogel ist ein Buch das viele einzelne Geschichten erzählt die doch alle miteinander zusammenhängen, es ist ein Buch die einem zeigt wie wenig man gegen sein Schicksal machen kann und was man in Ausweglosen Situationen tun könnte. Man kann richtig mit den Protagonisten in diesem Buch mitfühlen, sogar einige irrwitzige Entscheidungen nachvollziehen und vieles auch auf sich selbst reflektieren. Nur der Schluss passt meiner Meinung nach nicht ganz so gut ins gesamte Konzept, denn eigentlich hat dieses Buch zwei Enden, ein Gutes als auch ein Schlechtes, je nach dem ob man nun noch das letzte Kapitel ließt oder nicht.
Insgesamt ist es ein Buch welches mir wirklich schwer fällt in Worte zu fassen, denn es ist selber so Komplex und hat so viele kleine Anspielungen das es einfach schwer ist darüber wirklich was zu schreiben.